Wir sind über ein Buch gestolpert, welches wir euch ans Herz legen können: „Tools of Titans“. Timothy Ferris hat die erfolgreichsten Business-Leute, Wissenschaftler, Sportler etc. interviewt und deren Routinen, Tools und Strategien in diesem Buch zusammengefasst.

In einem Gespräch mit einem Vermögensverwalter geht es ums Investieren. Der Vermögensverwalter beschreibt, wie Anleger zu ihm kommen und Ihr Risikoprofil festlegen. Auf die Frage wie viel Draw-Down sie verschmerzen können, antworten die Anleger im Schnitt: 10-15%. Timothy erwidert: „Bei viel Prozent geraten denn in Wirklichkeit alle in Panik?“. Der Portfolio-Manager antwortet: „Bei 2-5%“.

Dieser Teil erinnert uns an die aktuellen Artikel in diversen Zeitungen. Ein Vielzahl an Leuten beschwört den nächsten Börsencrash herbei. Und das nicht erst seit heute sondern bereits seit 2010/2011. Bei vielen Aktientiteln – vor allem bei Wachstumsunternehmen – kommt es beim kleinsten Hauch von negativen Neuigkeiten zu Überreaktionen und Abverkäufen. Privatanleger tendieren dazu erst den nächsten Börsencrash abzuwarten bevor sie anfangen zu investieren. 

In diesem Zusammenhang ist uns vor einiger Zeit eine interessante Studie von First Trust in die Hände gefallen. Manchmal sagen Bilder mehr als 1000 Worte.

Bull vs. Bear - Kommt der Börsencrash?

Quelle: First Trust, History of U.S. Bear & Bull Markets Since 1926

Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr interessant:

  • Die schlechten Neuigkeiten zuerst: Bären-Märkte und ein Börsencrash lassen sich kaum vorhersagen.
  • Der durchschnittliche Bären-Markt dauert 1.4 Jahre und verursacht einen Verlust von 41%
  • Der durchschnittliche Bullen-Markt dauert 9 Jahre und resultiert in einem Total Return von 470%

Der derzeitige Bullenmarkt ist also weder besonders kurz, noch besonders lang. Es ist nicht zielführend, sich die günstige Entwicklung der letzten 8 Jahre anzusehen und sofort zur Schlussfolgerung zu kommen, dass ein Börsencrash bevorsteht. Es gibt keinen Grund nicht mit dem Investieren zu beginnen so lange man sicher geht, dass man etwas Cash zur Seite gelegt hat um diese potenziellen Einbrüche für extrem günstige Einkäufe zu nutzen. Der Markt agiert nachweislich extrem irrational. Wer auf diese Weise langfristig agiert, gleicht seinen Verlust aus Bärenmärkten nicht nur aus, sondern vermehrt sein Geld.

Den Zinseszins-Effekt sollte man ebenfalls nicht unterschätzen – stellt euch vor wie viel Geld ihr liegen lasst wenn Ihr beispielsweise den längsten Bullenmarkt (15.1 Jahre) an euch vorbeiziehen lasst. Und all das mit dem Ziel nach dem nächsten Börsencrash endlich mit dem Investieren zu beginnen?

Das Risiko in einen Bärenmarkt zu geraten ist genauso groß wie enorme Wertzuwächse zu verpassen. Wer seinen Anlagehorizont vergrößert, verändert seine Wahrnehmung – in diesem Moment wird eine Kurskorrektur eher als Chance anstatt als eine Gefahr wahrgenommen. Und das ist auch der zielführende Ansatz. Fast alle bei uns vorgestellten Unternehmen haben Ihren Intrinsic Value in den vergangenen Monaten erhöht, im Schnitt sind es 10-15% p.a. Gleichzeitig haben sich die Kurse aber nicht im vollen Umfang in die entsprechende Richtung entwickelt. Sämtliche von uns vorgestellten Unternehmen sind erfolgreich in profitablen Wachstumsmärkten aktiv. Werden die Leute aufhören Smartphones zu konsumieren? Werden Menschen im asiatischen Raum aufhören Online Games zu spielen? Werden Europäer keine Nahrung kaufen – nur weil an der Börse Panik herrscht? Eher nicht.

Wenn Ihr dann noch unterbewertete Firmen identifizieren könnt, die als Top 2-Player in einem starken Wachstumsmarkt aktiv sind, gibt es keinen Grund Ausreden zu suchen und Investments über Jahre hinweg aufzuschieben. Dieses Problem lösen wir hier auf The Value Circle für euch. Die bei uns präsentierten Investmentideen können mit ggf. bereits gekauften Aktientiteln/ETF’s kombiniert werden um langfristig Wertzuwächse zu sichern. Die vorgestellten Firmen werden unabhängig von einem Crash zukünftig weitaus mehr wert sein als heute.  

Wir gehen davon aus, dass es nochmal eine Rallye bis Oktober/November gibt bevor eine größere Korrektur in Richtung “Börsencrash” eintreten könnte. Vor allem Core Holdings kann man nie frühzeitig genug aufbauen. Nutzt eventuell später auftretende Kursrückgänge für entschlossene Zukäufe um auf diese Weise eure Rendite langfristig deutlich zu steigern. Wie genau wir Core Holdings definieren, erfahrt ihr in einem Artikel zum Moat eines Unternehmens und der Einteilung in Unternehmenskategorien. 

Siehst du das Thema Investieren als Säule der zukünftigen finanziellen Freiheit? Finde hier heraus welche zwei Kennzahlen du auf dem Weg dorthin definitiv tracken solltest.

 


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